Die Werner-Rittberger-Halle

Der Jubel der Krefelder Eishockeyspieler und aller anderen Eissportler war groß, als 1963 neben der berühmten Rheinlandhalle endlich die Werner-Rittberger-Halle als 2. Eishalle fertigestellt wurde!

Endlich mussten die betreffenden Eissportvereine nicht mehr mit den natürlich sehr eingeschränkten Trainingsmöglichkeiten in der einzig verfügbaren Eishalle zurecht kommen und konnten nun ein wesentlich umfangreicheres Training durchführen, was sich in nächster Zeit bereits überall  sehr positiv auf die Leistungen der Eisläufer und Eishockeyspieler auswirkte.

Auch die übrigen Bewohner der Stadt profitierten jetzt selbstverständlich von den erweiterten Möglichkeiten des öffentlichen Eislaufs und konnten während der oft parallel angebotenen Laufzeiten jederzeit zwischen den beiden Eisstadien wechseln,  weil sie nur wenige Schritte voneinander entfernt sind. Die Eissportbegeiterung in Krefeld steigerte sich wieder einmal beträchtlich, obwohl man geglaubt hatte, dass es keine Steigerungsmöglichkeit mehr gab.

Im Jahre 2004 wurde die neue Multi-Funtionsarene KönigPALAST mit einer Kapazität von über 8000 Zuschauerplätzen eingeweiht, in der die DEL-Mannschaft der KREFELD-PINGUINE seit dem ihre Eishockeyheimspiele austrägt, aber die Werner-Rittberger-Halle ist trotzdem für die Krefelder Eissportvereine besonders als Trainingsstätte auch in Zukunft unverzichtbar!

Weitere besondere Ereignisse

Im Jahre 1955 fand die Eishockeyweltmeisterschaft in KREFELD statt und über 10.000 begeisterte Zuschauer erlebten in der überfüllten Rheinlandhalle wie CANADA durch einen  5 : 0 - Sieg über RUSSLAND Eishockeyweltmeister wurde. Wieder befand sich ganz Krefeld für zahlreiche Tage im Eishockeyrausch!

Der DEUTSCHE EISHOCKEYBUND (DEB) wurde am 16. Juni 1963 natürlich in KREFELD gegründet.



Meisterschaften Preußen

Preußen KREFELD wurde 1951 als erster Krefelder Eishockeyverein Deutscher Meister, was die Eishockeybegeisterung in Krefeld noch größer machte, als sie ohnehin schon seit 1936 war, als die ersten Eishockeyspiele im damals noch Hindenburgstadion (später Rheinlandhalle) genannten Eisstadion stattfanden. Es wurde gefeiert, gefeiert und immer weiter gefeiert, die Gaststätten quollen über und machten für ein paar Tage Umsätze wie nie und befanden sich 1 Jahr später noch einmal in dieser glücklichen Situation.



Meisterschaften KEV

Denn im Jahre 1952 machte es der KEV den Preußen nach und wurde sensationell ebenfalls Deutscher Meister! Wieder wurde im eishockeyverrückten Krefeld gefeiert, daß man es sich heute kaum mehr vorstellen kann.

Diese Eishockeybegeisterung in Krefeld hat sich bis in die heutige Zeit, über 60 Jahre später erhalten, und das ist das eigentlich Unfassbare, was man nur verstehen kann, wenn man diese Zeiten, aber auch die Goldenen Jahre 1976 und 1977 miterlebt hat, als man mit legendären Spielern, z. B. Dick Decloe, Vic Stanfield, Lothar Kremershof die Deutsche Vizemeisterschaft errang und zweifellos zu den absoluten deutschen Spitzeneishockeymannschaften gehörte.

Was dann folgte, war leider 1978 der Konkurs und der daraus resultierende Neuanfang als EHC Krefeld ganz unten in der Regionalliga und es folgten 1 Jahr Oberliga und 11 Jahre 2. Bundesliga. Erst 1991 gelang endlich der Wiederaufstieg in die 1. Eishockey-Bundesliga. 1995 erfolgte dann die Umbenennung des Vereins in KREFELD-PINGUINE im Zuge der Neugründung der DEL.

Und im Jahre 2003 konnten die KREFELD-PINGUINE als krasser Außenseiter, sie hatten nämlich nach der Hauptrunde nur den 6. Tabellenplatz belegt, wieder eine Deutsche Meisterschaft erringen! Auch diesmal befand sich das eishockeybesessene KREFELD wieder im absoluten Ausnahmezustand und alle waren einfach nur überglücklich!


Krefelder Eishockeygeschichte


Eishockey-Traditionsstandort

Krefeld ist eine Stadt mit sehr langer Eishockeytradition.

In Krefeld konkurrierten früher sogar 2 erstklassige Eishockeyvereine um die Gunst der Fans, das waren der KEV und Preußen Krefeld.
Wenn die Lokalderbys stattfanden, befand sich die ganze Stadt im Ausnahmezustand und war in zwei fast gleichgroße Lager geteilt.

Abends marschierten die Fans aus beiden Lagern oft auch bunt durcheinandergewürfelt zur guten alten Rheinlandhalle an der Westparkstr. und man hörte ununterbrochen die verschiedenen Fanlieder der beiden Fanlager. Die Stimmung in Krefeld an solchen Tagen bebte vor Spannung und alle warteten nur auf die abendliche große Eishockeyschlacht, denn die Kampfbereitschaft und Aggressivität der Spieler beider Vereine auf dem Eis war gegenüber normalen Ligaspielen fast doppelt so groß und die Stimmung bestand aus unvorstellbarem ohrenbetäubendem Lärm, hervorgerufen durch die Anfeuerungsrufe der KEV- und Preußen-Fans. Eigentlich war es auch ein richtiges, großes Eishockeyfest!

Nach dem Spiel, egal, wie aggressiv sich die Rivalen unten auf dem Eis wieder einmal bekämpft hatten und wer diesmal gewonnen hatte, wurden zwar viele Diskussionen geführt, aber alle gingen friedlich miteinander nach Hause oder auch noch in die Eisstadiongaststätte, wo sich die Fans der unterschiedlicher Lager - jedenfalls für diesen Abend - bei einem Glas Alt oder mehr verbrüderten, am nächsten Tag aber selbstverständlich wieder rivalisierende Fans waren, wenn sie sich trafen.